Die ewigen Himmel blicken auf das menschliche Ringen hinab, wo die irdischen Gaben zur himmlischen Währung werden und die Götter ihr Urteil fällen. Tief im Dickicht des Dschungels beginnt die Suche nach dem ewigen Aufstieg eines jeden Auserwählten der Götter. Dem Sternenlicht folgend, welches das Schicksal der Schatzjäger lenkt, vollzieht sich ein zyklischer Tanz von Macht und Mangel. Gegen Zeit, Kreaturen, andere Spieler und gegen die selbstverschuldeten Schatten der eigenen Seele kämpft jeder tapfer bis zum Schluss. Die rituellen Reichtümer sind ein apokrypher Weg zur himmlischen Heimat, die nur dem Gewinner offen steht.
Göttliche Kulte
Den göttlichen Auftrag zu erfüllen, bedeutet stete Schritte in die wilden Weiten der Welt zu setzen, deren Gaben knapp und hart umkämpft sind. Zu den verschiedenen Quellen zieht es die wackeren Helden, die die erforderlichen Güter mit vielerlei Werkzeugen dem Erdinnern, dem dichten Grün oder dem feuchten Nass entreißen, wobei jede Aktion ein gewisses Risiko birgt. Die einfache Interaktion des Sammelns kaschiert die hohe Intensität des Überlebensdrucks, denn von der Quelle zur Zuflucht wird jede Fracht zur gefährlichen Mission.
Das Mana ist dem Spieler Lebensodem – eine unsichtbare und mächtige Essenz. Dieser Lebensodem sinkt oder steigt mit jeder entfesselten Aktion und wird so zum tanzenden Taktgeber für Erfolg und Existenz selbst. Bei vollständiger Erschöpfung des Manapools stürzt der Held schlagartig in eine schlummernde Stasis, wobei allein die jeweilige Gottheit es vermag, die verlorene Kraft zu erneuern. Wer zuerst die heilige Menge seiner kulturellen Opfergüter in seiner Basis opfert, wird vom Pantheon entrückt, himmelwärts geholt als Sieger und erfährt einen Moment von unvergänglichem Glück.
Göttliche Zyklen
Das kosmische Kredos der Gottheiten ist in die Sterne geschrieben, denn jedes himmlische Haus birgt einen mächtigen Mythos, der die Welt periodisch formt und wandelt. Die Sternenuhr, ein archaisch anmutender Apparat, misst die fließenden Phasen der Eklipse und zeigt die göttliche Gunst unzweideutig an. So fordern Gottheiten aus dem Maya-Kult geweihte Fische und kostbares Nass, während die aztekischen Divinitäten die Herzstücke ihrer Beute verlangen, die ägyptischen heilige Metalle aus dem Erdinneren und die sumerischen seltene Essenzen der Flora. Zyklus um Zyklus beginnt die zirkuläre Zurschaustellung göttlicher Dominanz und mündet in dem Moment der unvermittelten Übermacht, wenn das eigene Sternenbild den Zenith erreicht. Die Konstellationen sind tückische Transformatoren, die plötzlich den Meeresspiegel heben, den Sand in tobende Stürme verwandeln oder die Erde in neuen Bahnen reißen – eine Synergie aus Bedrohung und Naturgewalt, welche die Strategie der Spieler unentwegt neu herausfordert.
